Esti aici: Home ⁄ Noutati ⁄ Bibliotecile austriece din străinătate: „Când lumea era întreagă” este o expresie a suprarealismului românesc iar „Legătura de leuștean” poate explica realitățile rtranziției
Varujan Vosganian, der rumänische Autor mit armenischen Wurzeln, ist mit der fulminanten Armeniensaga »Buch des Flüstern« international bekannt geworden. Jetzt liegt im Zsolnay-Verlag im »bedachtsamen und prägnanten Deutsch« der Übersetzung von Ernest Wichner der Erzählband »Als die Welt ganz war« vor.
»Rache, Vergebung, Vergessen – vor diesem Dilemma der Entscheidung steht die rumänische Gesellschaft nach dem Fall des Kommunismus«, schreibt dazu Oliver von Hove im »Standard«. Vosganian erzähle »in dunklen, oft verschlüsselten Metaphern«: »Rumänischer Surrealismus steht Pate.« Dabei hätte nach Ansicht Oliver von Hoves »zumindest der ersten der Erzählungen eine Erläuterung des geschichtlichen Hintergrunds gutgetan«.
In »Jakob, Sohn des Zevedei« lauscht der Gefangene in einer Securitate-Zelle den vielfältigen bedrohlichen Geräuschen, die Angst und Schrecken verbreiten. In der Titelerzählung »Als die Welt ganz war« sehnt sich der ohne Arme und Beine aufgewachsene Junge Cotuc, der von seiner Schwester liebevoll umsorgt wird, in Büchern nach einem ganzheitlichen Leben, welcher Traum sich aber »in Gesalt eines mörderischen Rohlings« als Trugbild erweist. In »Ein Bund Liebstöckl« fährt ein gealterter Bergarbeiter aus dem Jiltal nach Bukarest, um sein einstiges Opfer Rada zu treffen, die durch seine Schläge während der »Mineriade« im Juni 1990 ihr Kind verlor. Damals wurden die oppositionellen Demonstranten in der Regierungszeit Ion Iliescus niedergeknüppelt. (lmv)
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